Gerade eben hatte ich Gelegenheit, meine bisherigen Beiträge nochmal zu überfliegen und mußte dabei feststellen, daß vieles negativer klingt, als es eigentlich gemeint ist. Das war so nicht beabsichtigt. Wenn ich die letzten Tage zurückblickend betrachte, muß ich sagen, daß meine kühnsten Erwartungen übertroffen wurden.
Bevor ich herkam, hatte ich ja gedacht, daß es eine Weile dauern würde, bis ich mich hier akklimatisiert hätte beziehungsweise, daß mir vieles eine ganze Weile lang fremd bleiben würde. Dem ist definitiv nicht so. Ich bin jetzt gerade mal eine Woche hier und fühle mich hier…nun…nicht direkt zu Hause aber doch zumindest heimisch. Ich feilsche mit Verkäufern, diskutiere mit Taxifahrern über persische Musik und finde mich auch ohne fremde Hilfe zurecht. Der Verkehr macht mir nichts aus und an die miserable Luft habe ich mich inzwischen auch gewöhnt.
Zu meinem Wohlbefinden trägt vermutlich zu einem ganz erheblichen Maß auch die Tatsache bei, daß Teheran fest in deutscher Hand ist… So haben nicht nur alle größeren deutschen Firmen hier Niederlassungen oder Geschäfte, sondern es vergeht auch kein Tag, an dem ich nicht irgendjemanden treffe, der gut bis sehr gut deutsch spricht. Die Wirkung, die man als Deutscher auf die Iraner hat, ist sowieso nur schwer vorstellbar: Jeder hier war entweder selber schon in Deutschland oder hat Familienangehörige oder Bekannte, die dort studieren oder arbeiten. Hamburg und Köln sind hier vermutlich besser bekannt, als viele iranische Städte.
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Alles zusammen trägt dazu bei, daß ich mich hier nicht nur gut, sondern sehr gut aufgehoben fühle. Die Iraner sind nicht nur äußerst freundlich und aufgeschlossen, sondern auch Gastgeber, wie man sie sich besser nicht wünschen könnte. Leider ist das Bild vom Iran, das in unseren Medien gerne vermittelt wird, eines, das mit dem Leben auf der Straße nicht viel zu tun hat. Es wäre zu wünschen, daß sich das ändert und auch einige Bestimmungen hier vor Ort gelockert werden. Dann ist der Iran auch unter touristischen Gesichtspunkten ein Land, das mehr als eine Reise wert ist.




Hallo Matthias,
also, ich habe deine Berichte bisher nicht wirklich negativ aufgefasst. Eher befürchte ich, dass du gar nicht mehr in das unfreundliche, verschlossene Deutschland zurück kommst. Das wäre ein schwerer Verlust
Wir brauchen dich, mach ja kein quatsch.
Herzliche Neujahrsgrüße Angela
Liebe Angela,
Matthias kommt zurück. Garantiert!

Eher “befürchte” ich, dass er nun öfters das Land Richtung “1000 und einer Nacht” verlassen wird. Aus meiner Sicht wäre ein jährlicher Austritt aus seinen nach “workaholic” aussehenden Arbeitszeiten gar nicht mal so ungesund. Da kommt es auf eine fettige Pizza und etwas stinkende Luft auch nicht mehr an.
Was aber jetzt nicht heißen soll, lieber Matthias, dass Du doch komplett fortbleiben sollst! Neenee, du kommst schön wieder zurück, schließlich schuldest du mir noch ein Essen.
Die üblichen Wettschulden halt. Der alde Zocker kanns nicht lassen…
Naja schlechte luft und stressiger verkehr …
kann ja nen echten frankfurter wohl nicht erschüttern oder ?
gut der smog mag in teheran schlimmer sein.
obs der verkehr mit den HU’s und OF’s aufm
alleenring aufnehmen kann sei dahingestellt.
definitiv sind die diskusionen mit den persichen taxiefahrern hier in frankfurt stressiger
grüsse