…ist schon beeindruckend. Teheran ist nicht nur riesig, sondern super-riesig. Und in gleichem Maße auch grau und chaotisch. Straßen mit fünf oder mehr Fahrspuren in gleicher Richtung sind keine Seltenheit – und wo fünf Autos nebeneinander vorgesehen sind, da passen ohne weiteres auch sieben oder acht hin.
Verkehrsregeln scheint es zwar vom Prinzip her schon zu geben, aber offensichtlich haben sich alle darauf geeinigt, daß man ohne Beachtung derselben deutlich schneller vorankommt. So wird mitten auf Kreuzungen gewendet, werden vielbefahrene Straßen auch entgegen der Fahrtrichtung benutzt und überhaupt viel gehupt.
Der Teheraner an sich neigt – wenn er zum Auto greift – deutlich zum Hupen und macht auch gerne Jagd auf Fußgänger. Ist man zu Fuß unterwegs, muß man zwar schon beherzt loslaufen, um überhaupt über die Straße zu kommen. Trotzdem sollte man aber auch immer auf dem Sprung sein, da nur in seltenen Fällen gebremst wird.
Hat man sich aber erstmal damit arrangiert, dann lebt es sich damit einigermaßen. Schlimmer ist der permanente Smog: Ganz Teheran liegt rund um die Uhr unter einer atemraubenden Dunstglocke, die so übel ist, daß Autos bereits um 15:00 Uhr mit Licht fahren (sofern es denn funktioniert). Überall riecht es nach Öl, Zweitaktergemisch und schlecht eingestellten Vergasern. Mag sein, daß es im Sommer besser wird, zu dieser Jahreszeit ist das Atmen draußen alles andere als ein Vergnügen.
Ärzte fuer Atemwegserkrankungen dürften in Teheran ein sicheres Einkommen haben…




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